Portfolio Insurance Strategie

01.01.2012

Risk & Optimization

Kapitel 31 in: Investmentbanking, H.-J. Hockmann und F. Thiessen (Hrsg.), Schaefer Poeschel, 3te Auflage (2012)

Autoren

Opfer, Dr. Heiko

Abstract

Die Kapitalmarktentwicklung der vergangenen Jahre hat die Risikotragfähigkeit vieler Anlagebestände deutlich belastet und die Bedeutung des Risikobudgets in den operativen Anlageentscheidungen institutioneller Anleger hervorgehoben. Langfristige Zahlungsversprechen müssen im aktuellen Umfeld unter der Maßgabe niedriger Zinsen und eines knappen, oftmals am Bilanz- oder Geschäftsjahr ausgerichteten Risikobudgets erwirtschaftet werden. Auch im Privatkundengeschäft schlägt sich das hohe Sicherheitsbedürfnis im verstärkten Absatz von Produkten mit einem strukturierten Auszahlungsprofil nieder. Aus einer ähnlichen Motivation heraus sind für beide Anlegergruppen in den vergangenen Jahren Produkte unter der Bezeichnung „Absolute Return“ entwickelt worden. Diese streben neben einem auskömmlichen Renditeprofil eine Begrenzung oder sogar Vermeidung von Verlusten an. Hinter all diesen Entwicklungen steht der Wunsch nach einem asymmetrischen Ertragsprofil. Im Fall von Verlusten an den Kapitalmärkten sollen diese möglichst begrenzt, in Phasen mit einer positiven Entwicklung eine möglichst hohe Partizipation gewährleistet werden. Diese Überlegungen bilden das Grundgerüst der Portfolio Insurance Strategie.